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Sprichwörter

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Sprichwörter

21.07.2006

Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

Wer anderen eine Falle stellt, geht selbst hinein; Warnung vor der Gefahr, die darin liegt, dem anderen mutwillig zu schaden; nicht nur, weil ein solches Handeln verwerflich ist, sondern weil man selbst, durch welche Umstände auch immer, in die gestellte Falle tappen kann 

19.05.2006

Der Esel nennt sich immer zuletzt

Das Sprichwort „Der Esel nennt sich immer zuletzt“ wird heute als Appell an die Höflichkeit sich selbst immer in einer Aufzählung von Personen an letzter Stelle zu nennen. Dabei ist der Ursprung dieses Sprichworts ein ganz anderer: Im Mittelalter machte einen Großteil der Bevölkerung das Bauerntum. (http://de.wikipedia.org/wiki/Bauernstand) aus. Viele Bauern besaßen viele verschiedene Tiere, die alle eine Aufgabe bzw. einen Zweck hatten, z.B. das Pferd war zum transportieren und reisen zuständig und das Schwein zum Schlachten. Nur der Esel war nutzlos, denn sein Fleisch war ungenießbar und seine Tragkraft stark begrenzt. Deswegen nannte der Bauer den Esel in seiner Aufzählung der Tiere stets zuletzt (siehe rechts).

Im Laufe der Zeit wurde das Sprichwort immer weiter verändert und falsch ausgelegt. Ein besonderes Ereignis im diesem Zusammenhang ereignete sich zur Zeit Wilhelm des II. In einer seiner vielen Reisen ins niederländische Doorn, stellte sich ihm eine Horde Schafe in den Weg, darunter aber auch ein Esel. Wilhelms Gehilfen fragten den Kaiser, was zu tun sei. Dieser antwortete: „Nimmt zuerst den Esel!“ Nachdem die Gehilfen den Esel vom Weg nahmen, folgten alle Schafe. Wilhelms Antwort galt als besonders klug und wurde in vielen Situationen benutzt, nur leider falsch. So entwickelte sich nach und nach aus dem „nehmen“ ein „nennen“ und es entstand das Sprichwort „Der Esel nennt sich immer zuerst“. Dies ist im Bezug auf den zeitgeschichtlichen Hintergrund definitiv falsch.

12.05.2006

Reden ist silber, Schweigen ist Gold!

Das Sprichwort 'Reden ist Silber, Schweigen ist Gold' ist in seinem Ursprung noch nicht restlos geklärt. Wahrscheint stammt es, wie G. Freytag schon 1843 vermutete, aus dem Orient. In einer Berliner und Pariser Handschrift aus dem 16. Jahrhundert begegnet es in lateinischer Form: 'Narratio argentea, Silentium vero aureum est'. Die Weisheit, daß Schweigen mehr wert sei als Reden, erscheint auch im Talmud: »Ist ein Wort ein Sela wert, ist Schweigen zwei Sela wert« (Jente, S. 33), Sela.
Büchmann weist auf den Ps 12,7 und auf die Spr 10,20 hin: »Die Rede des Herrn ist lauter wie durchläutert Silber« und: »Des Gerechten Zunge ist köstliches Silber«.
Herder führte das Sprichwort in den 'Zerstreuten Blättern' (1792) ins Deutsche ein: »Lerne schweigen, o Freund. Dem Silber gleichet die Rede, aber zu rechter Zeit schweigen ist lauteres Gold«. - Ins Englische wird das Sprichwort 1837 von Thomas Carlyle übersetzt: 'Speech is silvern, silence is golden'. Im Holländ
ischen wird es 1858 nachweisbar: 'Spreken is zilver, zwijgen is goud'.


 




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